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Fit fürs Wasser

Besonders im Sommer ist es wichtig, dass Kinder früh schwimmen lernen

 

Der Sommer steht vor der Tür, vielerorts ist er schon da. Noch sind die Seen und Freibäder vielleicht noch ein wenig zu kalt zum Baden, aber lange wird es nicht mehr dauern, bis die Bäder von Jung und Alt besucht werden, um Abkühlung, Spiel und Spaß im Wasser zu finden. Besonders dann wird es wieder besonders wichtig, dass Kinder schwimmen können. Denn früh schwimmen zu lernen gehört zum wichtigsten Schutz vor Ertrinkungsunfällen. Bis Kinder im Wasser, Schwimmbad, See und Meer richtig sicher sind, ist aber immer noch unbedingt erhöhte Aufmerksamkeit gefragt. Nach Verkehrsunfällen ist Ertrinken heute immer noch die zweithäufigste Art tödlich verlaufender Unfälle im Kindesalter, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Weitaus höher noch ist die Zahl der „Beinahe-Ertrinkungsunfälle“, die nicht selten schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Besonders gefährdet sind Kinder bis ins Grundschulalter hinein.

 

Ab etwa vier Jahren sollten Kinder schwimmen lernen

 

Beim Schwimmen üben Kinder nicht nur Geschicklichkeit und Ausdauer, es bedeutet auch ein großes Stück an Sicherheit, wenn ein Kind in tiefem Wasser ohne Angst frei schwimmen kann. Experten wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfehlen, dass Kinder ab dem Alter von etwa vier Jahren damit beginnen sollten, schwimmen zu lernen. In vielen Orten werden hierzu spezielle Kinderschwimmkurse angeboten. Doch schon früher, bereits vor diesem Alter können Kinder in speziellen Wassergewöhnungskursen für Kleinkinder spielerisch mit lebensrettenden Verhaltensweisen vertraut gemacht werden.

 

Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit

 

Schwimmhilfen können die ersten Schwimmversuche zwar erleichtern, eine wirkliche Hilfe zum Schwimmen lernen sind sie allerdings nicht. Erst recht bieten sie keine ausreichende Sicherheit. Sie sollten auf jeden Fall gemäß den Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm EN 13138 geprüft und entsprechend gekennzeichnet sein. Sollten Schwimmflügel verwendet werden, sollten sie aus zwei oder mehr getrennten Luftkammern bestehen, die am Arm des Kindes befestigt werden. Sie dürfen nicht durch Klettverschluss zu schließen sein, da sich dieser unbeabsichtigt öffnen kann. Weitere Schwimmhilfen können - je nach Alter des Kindes - Schwimmbretter, Schwimmkissen oder Schwimmscheiben sein. Luftmatratzen, Reifen oder aufblasbare Wassertiere sind dagegen Spielzeug und keine Schwimmhilfen.

 

Verhaltens- und Baderegeln gehören beim Schwimmenlernen dazu

 

Erfolgreich schwimmen lernen bedeutet nicht nur, sich sicher und gut über Wasser halten zu können. Kinder sollten auch genau wissen, was sie am und im Wasser und dürfen - und was nicht. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass Gebote und Verbote immer beachtet werden. Kinder sollten deshalb in konkreten Situationen immer wieder an wichtige Verhaltensregeln und Sicherheitsmaßnahmen erinnert und von Anfang an mit den „Baderegeln“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vertraut gemacht werden.

 

Aber Achtung: Auch mit bereits guten Schwimmkenntnissen braucht ein Kind nach dem Schwimmen lernen immer noch Aufsicht beim Schwimmen. Denn bis ein Kind „wassersicher“ ist - sich unter anderem unter Wasser genauso gut zurechtfindet wie über Wasser und 15 Minuten ohne Halt und ohne Hilfen im tiefen Wasser schwimmen kann - dauert es oft noch eine ganze Weile.

Schwimmhilfen können die ersten Schwimmversuche zwar erleichtern, eine wirkliche Hilfe zum Schwimmen lernen und Sicherheit sind sie allerdings nicht.
Foto: Pixabay