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Open Air  genießen

 

Die Straßensanierung der Bezirksstraße
führt zu einigen Einschränken – aber auch zu guten Ideen

 

Humor ist, wenn man trotzdem trinkt: Es ist nicht nur die Hitze, die dem Lohhofer Weinhändler Peter Graf (rechts) oder dem Betreiber des italienischen Restaurants Sapori, Günther Eder (links), zu schaffen machen. Denn die Fahrbahnsanierung in der Bezirksstraße, die sie sich lieber zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr gewünscht hätten, führt nicht nur bei ihnen zu Umsatzeinbußen.

 

Ihren Galgenhumor haben die beiden Lohhofer Geschäftsleute dennoch nicht verloren und kurzerhand den Straßenraum zum „Open-Air-Lokal“ umfunktioniert. Die Straßensanierung im Bereich zwischen der Lindenstraße und der Buchenstraße wird noch bis 31. Juli dauern, die zwischen Buchenstraße und Lohwaldstraße voraussichtlich vom 1. August bis 1. September. Die Gehwege bleiben von der Maßnahme weitestgehend unberührt, so dass alle Geschäfte und Wohnhäuser weiterhin zu Fuß und mit dem Fahrrad erreichbar sind. Für den gesamten Zeitraum wird der Verkehr über die Frühlingsstraße, Alexander-Pachmann-Straße  und Südliche Ingolstädter Straße umgeleitet.

 

Die Zufahrt zu den Tiefgaragen und Parkplätzen sowie der Lieferverkehr sind montags bis freitags zwischen 18 Uhr abends und acht Uhr morgens möglich. Am Wochenende können die Anlieger ihre Zufahrten ganztägig benutzen. Für Anwohner, Kunden und Besucher der Bezirksstraße gibt es Ersatzparkplätze auf dem Gelände der ehemaligen Esso-Tankstelle. Die Durchfahrt für den Rettungswagen, die Feuerwehr und die Polizei wird über die Baustelle durchgehend sichergestellt. 

Hast du Töne! 

 

Die Musikschule Unterschleißheim hat bereits zahlreiche
Meistertitel und Preise erspielt

Foto: Rudi Kanamüller

Nicht nur etwa im Fußball werden nationale und internationale Titel vergeben, sondern auch im meisterhaften Spielen bzw. der Beherrschung von Instrumenten. So ist der Leiter der Musikschule Unterschleißheim, Alois Piterna, auch mächtig stolz, dass die Keyboard- und Orgelschüler drei Deutsche Meistertitel und acht Europameistertitel im wahrsten Sinne des Wortes erspielt haben. Nicht zu vergessen die virtuosen Schüler am Klavier (Solo- und Kammermusik), die fast jedes Jahr mit regionalen und nationalen Preisen glänzen. Und wer sich vom Können der Musikschüler einmal vor Ort überzeugen möchte, dem sei das Sommerkonzert am Dienstag, 25. Juli, um 19 Uhr im Festsaal des Bürgerhaus Unterschleißheim (Rathausplatz 1) ans Herz gelegt. Der Eintritt ist frei.

Neben der Teilnahme an Wettbewerben wird an der Musikschule Unterschleißheim vor allem auch das „häusliche Musizieren” und das Eingliedern von Schülern in das örtliche Vereinsleben unterstützt, wie Musikschulleiter Piterna mitteilt. Dabei würden natürlich auch  besondere Begabungen gefördert, so bereitet die Musikschule fast jedes Jahr einige Schüler auf die Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium vor.

Gegründet wurde die Musikschule im Jahr 1975 als Bildungseinrichtung für Kinder und Erwachsene und gehört dem Verband Bayerischer und Deutscher Musikschulen an. Die Musikschule Unterschleißheim hat sich vor allem auf den Unterricht an den Tasteninstrumenten Klavier, Keyboard und Konzertorgel spezialisiert.

Ihr Talent und ihr Können beweisen die Schülerinnen und Schüler vor allem auch bei den zahlreichen Veranstaltungen in Unterschleißheim.  Doch nicht nur die Schüler und Lehrer sind auf die errungenen Preise stolz, auch die Stadt freut sich über diese großartigen Leistungen, die einen Beweis für den qualitativ hochwertigen Unterricht darstellten.

 

„Die ersten sechs Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes von entscheidender Bedeutung“, sagen Experten der Hirn- und Lernforschung. Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung der Kinder sei hier vor allem die Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit, die durch vielfältige musikalische Anregungen beim gemeinsamen Musikhören, Singen, Tanzen und Musizieren gefördert würden. So entstünden beim Umgang mit Musik unmittelbar „Lernanlässe“ auf den Gebieten der Motorik, des Spracherwerbs und des Sozialverhaltens. 

Orgelmuseum im Alten Rathaus

 

Musikschulleiter Alois Piterna engagiert sich zudem als Museumsdirektor in dem von ihm 1973 gegründeten Orgel- und Keyboardmuseum. Mit über 220 Tasteninstrumenten (Konzertorgeln, Combo-Orgeln, Keyboards) gilt es als die europaweit größte Sammlung funktionstüchtiger, elektronischer Tasteninstrumente. Die Sammlung dokumentiert eine rund 85 Jahre lange Entwicklung der elektronischen Tasteninstrumente, vom Harmonium über Gebläseorgel, von der kleinen Heimorgel bis zur 4-manualigen Konzertorgel mit 820 Kilogramm. Ein kleiner Teil der Sammlung ist auch noch im Konzertsaal der Musikschule zu sehen und zu hören. 

 

Zur Sammlung gehören außerdem über 400 Notenhefte, Fachzeitschriften und über 1.000 Tonträger, wie Schallplatten, Tonbandspulen, CDs, jede Menge Fotos und Videos von berühmten Orgelvirtuosen, wie Jimmy Smith, Klaus Wunderlich, Kurt Prina, Robert Bartha, Franz Lambert, George Fleury, Claudia Hirschfeld und viel andere. Das Orgelmuseum bietet auf Anfrage auch Führungen an (Bezirksstraße 27).