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Ausbildung im bayerischen Handwerk

 

Kammerpräsident Peteranderl: „Großer Bedarf an Nachwuchskräften“

 

Fast 22.600 junge Leute starteten am 2. September in einem bayerischen Handwerksunternehmen ins Berufsleben. Bis Ende August registrierten die Handwerkskammern im Freistaat 22.587 neue Lehrverträge. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 2,2 Prozent. „Es ist wichtig für unseren Wirtschaftsbereich, dass sich wieder so viele junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entschieden haben. Ich danke vor allem den Eltern, die ihre Kinder bestärkt haben, eine duale Ausbildung zu beginnen“, betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Franz Xaver Peteranderl.
„Das große Interesse der Jugendlichen ist Beleg für die Attraktivität des Handwerks mit seinen rund 130 verschiedenen Ausbildungsberufen“, so Peteranderl weiter. Er rät Jugendlichen, die bisher keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, sich weiter zu bewerben: „Der Einstieg in die Ausbildung ist jederzeit möglich, der Bedarf an Nachwuchskräften groß. Erfahrungsgemäß werden bis in den Oktober hinein noch viele Ausbildungsplätze besetzt.“ In jedem Handwerksberuf wird man zielgerichtet darauf vorbereitet, nach bestandener Gesellenprüfung sofort als vollwertige Fachkraft zu arbeiten. Der BHT-Präsident: „Das kann längst nicht jeder fertige Akademiker von sich behaupten.“ Die Lehrstellenbörsen auf den Internetseiten der bayerischen Handwerkskammern bieten einen Überblick über freie Ausbildungsplätze in der Region. Neben den Kammern helfen Innungen, Verbände und die Agenturen für Arbeit bei der Suche nach dem passenden Beruf.

Zimmerer auf der Internationalen Handwerksmesse.
Foto: GHMgroß

Foto: Fotolia

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Präzision im Dienst der Spitzentechnik

 

Zerspanungsmechaniker müssen exakt arbeiten und sind deshalb begehrt

 

Wenn in einem Flugzeug ein Triebwerksteil nicht richtig sitzt, ist das sehr, sehr schlecht. Oder wenn ein Zahnrad in einer Bergbahn nicht richtig greift oder ein Gewinde in einer Bergbaumaschine plötzlich klemmt. Zerspanungsmechaniker, die diese Präzisionsbauteile herstellen, dürfen deshalb gerne Leute mit einem Hang zur Genauigkeit sein. Sorgfalt, ein gutes Auge und handwerkliches Geschick sind die besten Voraussetzungen, um in diesem Beruf heiß begehrt und gut bezahlt zu werden! Doch auch im Mittefeld sind die Chancen gut, denn die Industrie kann immer noch nicht alle Ausbildungsplätze zum Zerspanungsmechaniker besetzen. Wer sich eine sichere Zukunft und eine verantwortungsvolle Aufgabe wünscht, ist hier ganz richtig.
 

Vergünstigungen à la carte:
IHK führt Azubicard ein

 

Erstmals eigener Ausweis für 44.000 oberbayerische Auszubildende

 

Erstmals eigener Ausweis für 44.000 oberbayerische Auszubildende
Der Ausweis im Scheckkartenformat ermöglicht Azubis, ihren Ausbildungsstatus nachzuweisen und über ein Partnerprogramm Vorteile und Vergünstigungen in Anspruch zu nehmen.
Über einen QR-Code auf der Azubicard können sich die Auszubildenden digital nachprüfbar legitimieren. In Zukunft können sie auch auf einer verknüpften Online-Plattform Informationen zu ihrem Ausbildungsverhältnis abrufen, ihre persönlichen Daten verwalten sowie digital das gesetzlich geforderte Berichtsheft bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) einreichen, das zum Nachweis von Lerninhalten und Tätigkeiten in der Ausbildung dient.

„Neben den bekannten Schüler- und Studentenausweisen gibt es nun die Azubicard, die unsere Auszubildenden als Teil einer großen Gemeinschaft ausweist und ihre Identifikation mit der Ausbildung stärken wird. Außerdem kommen die jungen Leute so in den Genuss vieler Vergünstigungen. Für das Image der dualen Berufsausbildung ist das rundum ein Gewinn“, sagt Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßt die neue Aktion: „Die Azubicard ist ein Volltreffer. Mit ihr haben Azubis immer beste Karten. Die Auszubildenden dokumentieren damit, dass sie sich mit ihrer Ausbildung und ihrem Unternehmen identifizieren. Damit bildet sie einen wichtigen Beitrag zu dem international hervorragenden Ruf unserer beruflichen Bildung. Wir brauchen wieder mehr Lust auf Fortschritt.“ Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU) unterstützt die Karte ebenfalls: „Die Azubicard passt wunderbar zur beruflichen Bildung: Beide sind vielseitig einsetzbar, praktisch und ganz modern. Ich wünsche der Azubicard viel Erfolg und eine rasche Verbreitung.“
Die Teilnahme am Partnerprogramm der Azubicard steht allen Unternehmen und Einrichtungen offen. Interessenten wenden sich direkt an die IHK unter 089/5116-0 oder per Mail an azubicard@muenchen.ihk.de.
Weitere Informationen, ein Kontaktformular sowie eine Liste teilnehmender Partner sind
unter
www.azubicard.de abrufbar.

Foto: Pixabay

Früher hießen Zerspanungsmechaniker Dreher. Schließlich besteht bei diesem Beruf die Hauptaufgabe darin, durch Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen das Metall so zu bearbeiten, dass es exakt die Form bekommt, die die Konstrukteure vorgeben. Um diese Vorgabe zu verstehen, muss der Zerspanungsmechaniker technische Zeichnungen lesen können und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie mathematisches Verständnis besitzen. Der Umgang mit Metallen wie Aluminium, Kupfer und Messing, aber auch Titan, Edel- und Spezialstahl, ist das täglich Brot: Von diesen Werkstoffen schält der Zerspanungsmechaniker Späne ab, um sie zu formen – daher der Name. Dabei kommen verschiedene Schneidematerialien zum Einsatz, manchmal sogar Diamanten. Anders als in vergangenen Zeiten bewerkstelligt man diese Arbeit heute meist mit computergesteuerten Maschinen, sogenannten CNC-Maschinen (CNC = Computerized Numerical Control), die programmiert, überprüft und gewartet werden müssen – weshalb die Bezeichnung „Dreher“ einfach nicht mehr ausreicht, um den erweiterten Tätigkeitsbereich zu beschreiben.

Die Drehbank eines Zerspanungsmechanikers.
Foto: Pixabay

 Auch gut messen können muss ein Zerspanungsmechaniker, um die eigenen Stücke zu überprüfen. Man erinnere sich: Im Flugzeugtriebwerk darf nichts haken … Ein Zerspanungsmechaniker sorgt in vielerlei Hinsicht dafür, dass die Produktion fehlerfrei läuft. In manchen Unternehmen hilft er sogar, Prototypen für Bauteile zu entwickeln und zu fertigen. Der Zerspanungsmechaniker hat insgesamt eine verantwortungsvollere Arbeit als früher. Wer einen guten Mittelschulabschluss bis zur Note 2,5 hat, am besten aber die Mittlere Reife und gute Noten in Mathematik, Physik und Deutsch, könnte recht schnell bei einer Maschinenbau-, Fahrzeugbau-, Stahlbau-, Medizintechnik- oder Luftfahrzeugbaufirma eingestellt werden. Jedoch: Da nichts schiefgehen darf, muss der Azubi der Zerspanungsmechanik am Anfang der Ausbildung erst einmal Geduld beweisen. Werkstoffkunde, technische Zeichnungen lesen, Messtechnik und Programmieren müssen studiert und verinnerlicht werden, bevor er erste eigene Stücke fertigen darf, sei es an konventionellen Werkzeugmaschinen oder computergesteuerten Anlagen. Im ersten Ausbildungsjahr gibt es ab 830 Euro, im dritten Jahr um die 1060 Euro, das Einstiegsgehalt nach der 3,5 Jahre dauernden Ausbildung liegt bei 1500 bis 2500 Euro. Fortbildungen, beispielsweise zum Industriemeister Metall oder im Qualitäts- oder Prozessmanagement, lohnen sich: Hier sind später je nach Bundesland bis um die 4250 Euro möglich.
 

Teuflische Details

 

Formfehler können die Job-Chance kosten – so kann man sie vermeiden

 

Wenn Personaler die Bewerbungen sichten, dauert der allererste Blick auf die Unterlagen meist nur wenige Sekunden. Und gut 40 Prozent der Bewerber scheitern bereits hier an simplen Formfehlern. Die Bundesagentur für Arbeit hat einen Schnell-Check, unter anderem für folgende schwerwiegende Fehler:

  • Schreibfehler im Namen der Firma, ihrer Rechtsform oder des Ansprechpartners im Anschreiben sind unverzeihlich. Schließlich lässt das Schlüsse auf die gesamte Bewerbung zu. Nur, wer hier einen makellosen Eindruck von sich hinterlässt, hat Chancen, eine Runde weiterzukommen. Das Anschreiben sollte man nicht einheften, es liegt lose auf der Bewerbungsmappe.
  • Rechtschreibfehler werden als Oberflächlichkeit oder mangelnde Deutschkenntnisse gewertet. Wer sich unsicher ist, sollte seine gesamte Bewerbung von jemandem gegenlesen lassen und/oder ein Rechtschreibprogramm nutzen.
  • Sorgfalt in Form und Inhalt ja, aber nicht schon im Anschreiben den halben Lebenslauf schildern. Hier sollte man sich, sachlich korrekt, nur auf die ausgeschriebene Stelle beziehen.
  • Die Unsitte, alle Einzelblätter einer Bewerbung in Klarsichtfolien einzulegen, erschwert die Sichtung unnötig und ist inzwischen verpönt.
  • Bewerbungsmappen in neutralen Tönen wie Grau oder Dunkelblau wählen – keinesfalls in grellen Farben wie beispielsweise Gelb. Teure, aufwendige Mappen sind mitunter zu unpraktisch für den Leser. Die Zweitverwendung von zurückgeschickten Mappen ist tabu.
  • Unbedingt auf Makellosigkeit der Unterlagen achten sowie auf einheitliches, hochwertiges, linien-, knitter- und fleckenfreies Papier. Vor dem Abschicken die Unterlagen auf Vollständigkeit überprüfen: Anschreiben, Foto (nicht zwingend, aber gern gesehen), Lebenslauf, Zeugnisse; Anschreiben und Lebenslauf persönlich unterschreiben, persönliche Telefonnummer und E-Mail-Adresse in den Briefkopf eintragen.

 


 

Foto: Pixabay
  • Immer häufiger wünschen Unternehmen die Bewerbung online. Aber auch hier bemängeln Personaler eine zu geringe Sorgfalt. Die häufigsten Fehler: eine zu große Datenmenge, schlechte Formatierungen, nachlässig erstellte Informationen. Als erwünschter Standard gilt eine neutrale E-Mail-Adresse (etwa vorname.nachname@provider.de). Die Betreffzeile sollte das Stichwort Bewerbung, den Job-Titel sowie (wenn angegeben) die Kennziffer / Referenznummer der Stellenanzeige enthalten. Der eigentliche Text der E-Mail kann bereits das Anschreiben darstellen. Es sollte mit einer kurzen Begrüßungsformel beginnen und anschließend kurz und präzise auf die Bewerbung hinweisen. Nach der Grußformel am Schluss kommt noch die Angabe von Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Lebenslauf und Zeugnisse sollten im Text als PDF-Anhänge aufgelistet und auch genau in dieser Reihenfolge abgespeichert werden. Der Anhang sollte insgesamt nicht 3 MB überschreiten. Bitte von Word oder Excel-Dateien die Finger lassen. Sie können Viren übertragen. Komprimierte Zip-Dateien werden oftmals von der Firewall des Unternehmens blockiert. Das Foto wird hier üblicherweise in den Lebenslauf eingebettet. Beim Scannen von Dokumenten bitte sorgfältig vorgehen und etwa Schieflagen vermeiden. Eine Online-Bewerbung gilt immer mehr als eine Art Kurzbewerbung. Also nur die wirklich erbetenen Zeugnisse et cetera anhängen.